Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) 2014 – 2020

Kooperationsprogramm INTERREG V A Brandenburg-Polen 2014-2020

Pressemitteilung 20.05.2016

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit Brandenburg-Polen

Antragsverfahren am 19.05.2016 eröffnet

 

Seit gestern können Projektträger Anträge zur Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit stellen. Das erste Antragsverfahren (Callverfahren) startete am 19. Mai. Potentielle Projektträger können nunmehr – innerhalb einer Frist von 13 Wochen - ihre Anträge stellen.

 Im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG V A Brandenburg – Polen 2014-2020 werden zunächst zwei sogenannte Prioritätsachsen (PA) geöffnet. Zum einen soll die Anbindung an die Transeuropäischen Netze und der nachhaltige Verkehr gefördert werden. Dabei soll die grenzüberschreitende Mobilität in der Region gestärkt werden. Zweiter Schwerpunkt ist die stärkere Vernetzung der deutschen und polnischen Bevölkerung und die Zusammenarbeit der Verwaltungen.

 Mit dem Aufruf werden ca. 13.6 Mio. EFRE-Mittel für Verkehrsprojekte freigegeben. Für den zweiten Schwerpunkt stehen rund 8,5 Mio. EFRE-Mittel zur Verfügung. Für alle Projekte ist ein Eigenanteil von 15 % zu leisten.

 Die Förderanträge können in einem klassischen einstufigen Antragsverfahren gestellt werden. Dabei ist eine der Programmstellen, das Gemeinsame Sekretariat in Frankfurt (Oder), der besondere Ansprechpartner.

 In den nächsten Wochen werden für die potentiellen Antragsteller Schulungen vom Gemeinsamen Sekretariat durchgeführt, um Fragen im Kontext der Antragstellung und im Hinblick auf die Beachtung der Regeln des Förderhandbuches zu beantworten.

 

Im Herbst 2016 werden die beiden anderen Prioritätsachsen I und III für die Antragsannahme geöffnet werden. In den Folgejahren wird es ebenfalls Call-Verfahren geben. 

 Weitere Informationen sind unter folgender Internet-Adresse zu finden: www.interregva-bb-pl.eu. Die dortigen Informationen werden sukzessive aktualisiert.

 

Was verbirgt sich hinter Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ)?

Die ETZ wird in seinen 3 Ausrichtungen grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit fortgeführt:

Die grenzübergreifende Zusammenarbeit  zwischen Regionen aus mindestens zwei Mitgliedstaaten im gemeinsamen Grenzgebiet wird weiter besonders mit Projektfördermitteln unterstützt. Hier können vor allem Projekte im Rahmen des gemeinsamen Umweltschutzes, des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur, der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Bürgern sowie der Bildung mit Finanzmitteln der EU gefördert werden. Weitere Beispiele sind gemeinsame Wirtschafts- und Bildungsinitiativen, der Ausbau mehrsprachiger Schulen und Kindergärten oder die Schaffung gemeinsamer Tourismusinfrastrukturen.

Die transnationale Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten in definierten europäischen Programmräumen ist die Zusammenarbeit von Regionen innerhalb größerer geographischer Gebiete. Das Land Brandenburg ist in den Programmgebieten Central Europe und Baltic Sea Region beteiligt. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internethomepage der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg:

Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg

Die interregionale EU-weite Zusammenarbeit findet unabhängig von geographischen Zusammenhängen statt. Sie verbindet Städte und Regionen mit einem thematischen Hintergrund in gemeinsamen Projekten.

Mit der neuen Förderperiode haben sich die Anforderungen an die ETZ erhöht. Ein neues Element in der ETZ-VO sind die Bestimmungen über die thematische Konzentration und Investitionsprioritäten, die eine bessere strategische Ausrichtung der Programme und eine stärkere Ergebnisorientierung bei den Projekten bewirken sollen.

Bestehen bleibt auch zukünftig das Leadpartnerprinzip. Bei der Auswahl der Projekte entscheidet sich ihre Qualität vor allem durch das Vorliegen der 4 Förderkriterien: Gemeinsamkeit soll vorliegen bei Entwicklung, Finanzierung, Personal und Umsetzung der Vorhaben.

Die Finanzierung der Programme erfolgt weiterhin aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Für die ETZ hat der Europäische Rat im Rahmen seiner Beschlüsse zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2014 – 2020 im Februar 2013 insgesamt 8.948 Mio. € vorgesehen. Brandenburg erhält für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit 84,2 Mio. €. Eine Förderung aus den EU-Mitteln ist bis max. 85 % der projektbezogenen Gesamtkosten möglich. Die Sicherstellung der nationalen Kofinanzierung in Höhe von mindestens 15 % der zuschussfähigen Gesamtkosten durch die Projektträger wird auch ab 2014 eine wesentliche Fördervoraussetzung sein.

Brandenburg (BB) wird auch weiterhin an zwei grenzüberschreitenden Operationellen Programmen mit Polen beteiligt sein:

  • Kooperationsprogramm Brandenburg – Polen 2014-2020

Verwaltungsbehörde: Land Brandenburg [BB] (Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz)

Das Ministerium für Infrastruktur  und Entwicklung der Republik Polen ist Koordinierungsbehörde.

Programmgebiet:

BB:

Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße und die kreisfreien Städte Frankfurt / Oder und Cottbus                                           

PL :  

gesamte Wojewodschaft Lubuskie

  • Kooperationsprogramm Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg - Polen 2014-2020

Verwaltungsbehörde: Land Mecklenburg-Vorpommern [MV] (Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus)

Koordinierungsbehörden sind das Brandenburger Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz sowie das Ministerium für Infrastruktur  und Entwicklung der Republik Polen

Programmgebiet:              

MV: 

Landkreise Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte

BB:         Landkreise Uckermark, Barnim und Märkisch Oderland

PL:         gesamte Wojewodschaft Zachodniopomorskie

 

Ansprechpartner in Brandenburg:

Ministerium der Justiz und für Europa

und Verbraucherschutz

des Landes Brandenburg

Referat IV.3

Europäische territoriale Zusammenarbeit

Verwaltungsbehörde Kooperationsprogramm

INTERREG V A Brandenburg - Polen 2014-2020

Leiter der Verwaltungsbehörde

Wolfgang Balint

Landeskoordinator Kooperationsprogramm INTERREG V A

Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen 2014-2020

 

Heinrich-Mann-Allee 107

14473 Potsdam

Tel.:        + (49) 0331 8663430

E-Mail:  etz1420@mdjev.brandenburg.de


Broschüre zur ETZ im Land Brandenburg

Das Ministerium für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg hat im April 2014 die oben genannte Imagebroschüre zur ETZ im Land Brandenburg veröffentlicht. In der Broschüre erhalten Sie einen Überblick über erfolgreich durchgeführte INTERREG A, B und C-Projekte der Förderperiode 2007-2013 sowie Informationen zur kommenden Förderperiode 2014-2020.

Diese finden Sie zum Download am Ende dieser Seite.

letzte Änderung am 20.05.2016