Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ) 2014 – 2020

Kooperationsprogramm INTERREG V A Brandenburg-Polen 2014-2020


Pressemitteilung des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz vom 25.08.2016:


Großer Andrang auf INTERREG-Mittel


Europaminister zufrieden: Insgesamt Anträge auf 35 Millionen Euro EU-Fördergelder gestellt


 Potsdam – Im Rahmen des ersten Projektaufrufs, der in dieser Woche zu Ende ging, sind 23 Anträge für eine Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit in Höhe von etwa 35 Millionen Euro  gestellt worden. Damit überschreiten die Bewerbungen um die EFRE-Finanzierungsmittel deutlich das ausgeschriebene Volumen des sogenannten ersten „Calls“. Die zahlreichen Bewerbungen belegen laut Europaminister Stefan Ludwig das ungebrochen große Interesse an der grenzüberschreitenden europäischen Zusammenarbeit: „Ich habe mich nach einer ersten Sichtung der eingereichten Projekte sehr darüber gefreut, dass viele mit uns vorbesprochenen Projektideen zu einem echten Antrag gereift sind. Die Überzeichnung ist der Beweis dafür, dass auf beiden Seiten der Grenze ein echtes Interesse an konkreten gemeinsamen Projekten besteht und wir im Jubiläumsjahr des Deutsch-Polnischen Nachbarschaftsvertrages lebendige Beziehungen und ein großes Engagement beobachten können“, sagte er.


 Im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG V A Brandenburg – Polen 2014-2020 wurden im ersten Call zunächst Projekte für zwei der vier Förderschwerpunkte aufgerufen. Zum einen ging es um die Anbindung an die Transeuropäischen Netze. Für diese Prioritätsachse liegen 8 Anträge mit einem EFRE-Fördervolumen von 24,4 Millionen Euro vor. Mit dem Aufruf wurden ca. 13,6 Millionen Euro EFRE-Mittel für Verkehrsprojekte freigegeben. Zweiter Schwerpunkt ist die stärkere Vernetzung der deutschen und polnischen Bevölkerung und die Zusammenarbeit der Verwaltungen. Dort wurden 15 Projekte mit ca. 11 Millionen Euro Fördervolumen beantragt. Für den zweiten Förderschwerpunkt stehen rund 8,5 Millionen Euro EFRE-Mittel zur Verfügung. Die vorliegenden Förderanträge werden in den kommenden Wochen einer formellen und fachlich-inhaltlichen Bewertung durch das Gemeinsame Sekretariat in Frankfurt (Oder) und den einzubindenden Fachexperten unterzogen. Ludwig hat als Ziel für die Projektauswahl durch den Programmbegleitausschuss Dezember 2016 vorgegeben. Er sagte: „Mir ist es wichtig, dass die Projektträger so schnell wie möglich an den Start gehen können. Wir, als Fördermittelgeber, stehen jetzt in der Pflicht, über die Förderwürdigkeit zu befinden.“


 Im Herbst 2016 werden noch die beiden anderen Förderschwerpunkte Erlebbarmachung von Kultur- und Naturerbe sowie Bildung für die Antragsannahme geöffnet werden. Auch dazu wird das Gemeinsame Sekretariat wieder informative Schulungen für potentielle Antragsteller organisieren. In den Folgejahren wird es weitere Call-Verfahren geben. Weitere Informationen sind unter folgender Internet-Adresse zu finden: www.interregva-bb-pl.eu


 


Bürgerinformation zur Umsetzung des Kooperationsprogramms in den Jahren 2014/2015 im Rahmen des jährlichen Durchführungsberichtes 2014/2015


Am Ende dieser Seite finden Sie eine Bürgerinformation mit einer Kurzfassung zur Programmumsetzung in den Jahren 2014/2015 zum Downloaden.


Den ausführlichen Jahresbericht zur Programmumsetzung für die Jahre 2014/2015 finden Sie unter der Rubrik "INTERREG V A Programm Brandenburg-Polen 2014-2020" unter "Programmumsetzung".



Was verbirgt sich eigentlich hinter Europäische territoriale Zusammenarbeit (ETZ)?


Die ETZ wird in seinen 3 Ausrichtungen grenzüberschreitende, transnationale und interregionale Zusammenarbeit fortgeführt:


Die grenzübergreifende Zusammenarbeit  zwischen Regionen aus mindestens zwei Mitgliedstaaten im gemeinsamen Grenzgebiet wird weiter besonders mit Projektfördermitteln unterstützt. Hier können vor allem Projekte im Rahmen des gemeinsamen Umweltschutzes, des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur, der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Bürgern sowie der Bildung mit Finanzmitteln der EU gefördert werden. Weitere Beispiele sind gemeinsame Wirtschafts- und Bildungsinitiativen, der Ausbau mehrsprachiger Schulen und Kindergärten oder die Schaffung gemeinsamer Tourismusinfrastrukturen.


Die transnationale Zusammenarbeit zwischen Mitgliedstaaten in definierten europäischen Programmräumen ist die Zusammenarbeit von Regionen innerhalb größerer geographischer Gebiete. Das Land Brandenburg ist in den Programmgebieten Central Europe und Baltic Sea Region beteiligt. Weitere Informationen hierzu finden Sie auch auf der Internethomepage der Gemeinsamen Landesplanung Berlin-Brandenburg:


Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg


Die interregionale EU-weite Zusammenarbeit findet unabhängig von geographischen Zusammenhängen statt. Sie verbindet Städte und Regionen mit einem thematischen Hintergrund in gemeinsamen Projekten.


Mit der neuen Förderperiode haben sich die Anforderungen an die ETZ erhöht. Ein neues Element in der ETZ-VO sind die Bestimmungen über die thematische Konzentration und Investitionsprioritäten, die eine bessere strategische Ausrichtung der Programme und eine stärkere Ergebnisorientierung bei den Projekten bewirken sollen.


Bestehen bleibt auch zukünftig das Leadpartnerprinzip. Bei der Auswahl der Projekte entscheidet sich ihre Qualität vor allem durch das Vorliegen der 4 Förderkriterien: Gemeinsamkeit soll vorliegen bei Entwicklung, Finanzierung, Personal und Umsetzung der Vorhaben.


Die Finanzierung der Programme erfolgt weiterhin aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Für die ETZ hat der Europäische Rat im Rahmen seiner Beschlüsse zum Mehrjährigen Finanzrahmen 2014 – 2020 im Februar 2013 insgesamt 8.948 Mio. € vorgesehen. Brandenburg erhält für die grenzüberschreitende Zusammenarbeit 84,2 Mio. €. Eine Förderung aus den EU-Mitteln ist bis max. 85 % der projektbezogenen Gesamtkosten möglich. Die Sicherstellung der nationalen Kofinanzierung in Höhe von mindestens 15 % der zuschussfähigen Gesamtkosten durch die Projektträger wird auch ab 2014 eine wesentliche Fördervoraussetzung sein.


Brandenburg (BB) wird auch weiterhin an zwei grenzüberschreitenden Operationellen Programmen mit Polen beteiligt sein:





  • Kooperationsprogramm Brandenburg – Polen 2014-2020




Verwaltungsbehörde: Land Brandenburg [BB] (Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz)


Das Ministerium für Infrastruktur  und Entwicklung der Republik Polen ist Koordinierungsbehörde.


Programmgebiet:


BB:


Landkreise Märkisch-Oderland, Oder-Spree, Spree-Neiße und die kreisfreien Städte Frankfurt / Oder und Cottbus                                           


PL :  


gesamte Wojewodschaft Lubuskie





  • Kooperationsprogramm Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg - Polen 2014-2020




Verwaltungsbehörde: Land Mecklenburg-Vorpommern [MV] (Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus)


Koordinierungsbehörden sind das Brandenburger Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz sowie das Ministerium für Infrastruktur  und Entwicklung der Republik Polen


Programmgebiet:              


MV: 


Landkreise Vorpommern-Greifswald, Vorpommern-Rügen und Mecklenburgische Seenplatte


BB:         Landkreise Uckermark, Barnim und Märkisch Oderland


PL:         gesamte Wojewodschaft Zachodniopomorskie


 


Ansprechpartner in Brandenburg:


Ministerium der Justiz und für Europa


und Verbraucherschutz


des Landes Brandenburg


Referat IV.4


Beziehungen zu Polen; Europäische territoriale Zusammenarbeit


Verwaltungsbehörde Kooperationsprogramm


INTERREG V A Brandenburg - Polen 2014-2020


Leiterin der Verwaltungsbehörde


Ursula Bretschneider


Tel.:   +(49) 0331 866 3440



Landeskoordinator Kooperationsprogramm INTERREG V A


Mecklenburg-Vorpommern/Brandenburg/Polen 2014-2020


 Heinrich-Mann-Allee 107


14473 Potsdam


Tel.:        + (49) 0331 8663430


E-Mail:  etz1420@mdjev.brandenburg.de





letzte Änderung am 26.08.2016