INTERREG B und INTERREG EUROPE - Aktuelles

13. April 2016
Pressemitteilung des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

INTERREG: Neue Förderrunde startet

Anträge für Millionenförderung des Landes bei interregionalen Projekten für mehr Weltoffenheit in öffentlichen Einrichtungen ab sofort möglich

 

Potsdam – Fast 360 Millionen Euro EU-Fördermittel stehen bis 2020 im Programm INTERREG EUROPE zur Verfügung. Ab sofort können bis zum 13. Mai neue Anträge auf Förderung gestellt werden. Mit dem Geld fördert die Europäische Union interregionale Projekte für mehr Weltoffenheit in öffentlichen Einrichtungen. Es werden Vorhaben aus den Bereichen Forschung, technologische Entwicklung und Innovation, Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen, kohlendioxidarme Wirtschaft sowie Umwelt- und Ressourceneffizienz unterstützt. Zusätzlich sieht eine Förderrichtlinie des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz sieht bei INTERREG Europe sowie transnationalen  INTERREB V B Projekten vor, dass Projektträger eine Förderung für den obligatorischen Eigenmittelanteil erhalten, außerdem will sich das Land Brandenburg auch an den Projektvorbereitungskosten beteiligen.

 „Weltoffenheit und ein gelebtes Europa sind gerade heute kein Selbstverständnis und bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit. Ein gezieltes europaweites Miteinander öffentlicher Institutionen schafft weiter notwendiges Vertrauen in die europäische Idee und hilft dabei Probleme der beteiligten Partner durch europaweite Erfahrungsaustausche zu lösen. Ich habe genau hingehört, als mir Projektträger sagten, wo ihnen der Schuh drückt, wenn es um Beteiligungen geht. Viel zu oft wurden die Projektanlaufkosten zu hoch bewertet, so dass die Projektidee wieder im Schreibtisch verschwand. Mir ist es wichtig, den Projektträgern eine tatsächliche Unterstützung zu ermöglichen: So manche drängende Projektidee kann jetzt endlich angepackt werden, weil es auch Hilfen gibt, die Projekte professionell aufs Gleis zu heben. Zudem bringen wir uns in dieser Förderphase noch mehr in internationale Netzwerke ein. Das ist für mich am Ende besonders wichtig, weil solche Verbindungen nachhaltig und langfristig wirken“, sagte Europaminister Helmuth Markov zur Ausgangssituation für die Förderrichtlinie.

 

Hintergrund

Im Rahmen des EU-Förderprogramms INTERREG EUROPE, welches öffentlichen und gemeinnützigen Institutionen dienen soll, sich im Europa der Regionen zeitgemäß aufzustellen, unterstützt das Land Brandenburg Projektträger bei ihren Anträgen. Mit einer Förderrichtlinie sollen gezielt Antragsteller zu einer  Projektbeteiligung im Rahmen von interregionalen und transnationalen INTERREG-Projekten ermutigt werden. Bislang konnten über eine Ausnahmegenehmigung zur Förderrichtlinie vorab bereits Projektträger in den Genuss einer Landesunterstützung kommen. Unter anderem wird das laufende INTERREG EUROPE Projekt der Fachhochschule Brandenburg mit dem Projekt „Boost EER“ unterstützt. Dieses Projekt widmet sich unter der Federführung eines finnischen Partners der Verbesserung von Rahmenbedingungen für junge und angehende Gründer.

Insgesamt stehen bis zum Jahr 2020 ca. 1,5 Millionen Euro EU-Fördermittel für die Förderrichtlinie zur Verfügung. Um EU-Fördermittel zu erhalten, müssen Antragsteller in Deutschland 15% der Projektkosten selbst tragen. Gefördert werden u.a. Personalkosten, Veranstaltungskosten, Reisekosten, Investitionen.

Hinweis: Die Förderrichtlinie steht Ihnen am Ende dieser Seite zum Download zur Verfügung.

 

Am 5.April 2016 startete der 2. Call INTERREG Europe – Vorbereitung ist der Schlüssel!

 Vom 05.04.2016 bis zum 13.05.2016 öffnet der 2. Call im Rahmen von INTERREG Europe für die Förderperiode 2014 bis 2020. Nach Auswertung des ersten Programmcalls, welcher am 15.07.2015 geschlossen wurde und mit der Projektauswahl im Februar 2016 endete, war das Land Brandenburg mit zwei Dritteln seiner Projektbeteiligungen erfolgreich.  Diesen unter den Regionen Europas und unter den deutschen Bundesländern guten Schnitt gilt es im 2. Call zu bestätigen.

 

In den kommenden Wochen können sich antragsberechtigte Projektinteressierte mit einem Sitz im Land Brandenburg an das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz, Ref. IV.3, Herrn Marko Buchta (+(0)3318663431, marko.buchta@mdjev.brandenburg.de ), für nähere Informationen und Fördermöglichkeiten wenden. Insbesondere wird auf die am 23. März 2016 im Amtsblatt für Brandenburg veröffentlichte Richtlinie des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz zur Förderung der entstehenden Vorbereitungskosten bei der EU-Antragstellung und zur Förderung der nationalen Kofinanzierung von Projekten im Rahmen der EU-INTERREG V B 2014-2020 und INTERREG Europe 2014-2020 verwiesen.

 

Insgesamt stehen bis zum Jahr 2020 ca. 359 Millionen Euro EU-Fördermittel für das Programm INTERREG EUROPE zur Verfügung. Um EU-Fördermittel zu erhalten, müssen Antragsteller in Deutschland 25% der Projektkosten selbst tragen. Gefördert werden u.a. Personalkosten, Veranstaltungskosten, Reisekosten, Investitionen.

 

Der Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Austausches von Erfahrungen und guter Praxis sowie auf gemeinsamen Initiativen der Regionen. Aus dem Programm werden Projekte der interregionalen Zusammenarbeit zwischen Partnern aus mehreren Mitgliedstaaten finanziert, die drei bis fünf Jahre zusammenarbeiten sollen, um ihre Erfahrungen zu einem konkreten Themenbereich des Programms auszutauschen. Mögliche Themen sind Innovation, Förderung von KMU, CO2-arme Wirtschaft und Erlebbarmachung sowie Erhaltung von Umwelt- und Kulturerbe .

 

Über die Projektanträge entscheidet ein Programmbegleitausschuss (Monitoring Committee), der sich aus nationalen und regionalen Vertretern der beteiligten Staaten zusammensetzt. Die deutsche Delegation besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundes und der Bundesländer. Im Vorfeld der Entscheidungen berät der Deutsche Ausschuss INTERREG Europe über die Projektanträge.

 

Alle weiteren notwendigen Informationen sind auf den nachfolgenden Links zu finden:

 

 

http://www.interregeurope.eu/news-and-events/news/42/assistance-to-applicants-for-second-call/

 

http://www.interregeurope.eu/news-and-events/news/31/application-dates-for-second-call-published/


Interregionale und transnationale Förderung der anteiligen Kofinanzierung sowie Vorbereitungskosten von brandenburgischen Projekten startet

 Im Rahmen der Europäischen territorialen Zusammenarbeit (ETZ) sollen transnationale und interregionale Projekte im Rahmen von INTERREG Europe  und INTERREG V B helfen, Europa in Brandenburg weiter zu vertiefen. Mit der am 23. März 2016 im Amtsblatt Brandenburg veröffentlichten Förderrichtlinie INTERREG B und Europe (FIBE) des MdJEV sollen Anreize für die Teilnahme an entsprechenden Projektaufrufen (Calls) gesetzt werden.

Die Richtlinie des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg zur Förderung der entstehenden Vorbereitungskosten  bei der EU- Antragserstellung und zur Förderung der nationalen Kofinanzierung von Projekten im Rahmen der EU-Programme INTERREG V B 2014-2020 und INTERREG EUROPE  2014-2020 (FIBE-RL) steht am Ende der Seiter zum Download zur Verfügung.

Mehr Aktuelles zu INTERREG EUROPE finden Sie hier:

INTERREG EUROPE

INTERREG B und EUROPE - Präsentation 24.06.2014

letzte Änderung am 18.07.2016